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19.08.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

aktuelle politische und gesellschaftliche Themen lassen auch die Pflege nicht unberührt, das stellen wir in diesem Newsletter gleich zweifach heraus: Zum einen geht es um die aktuelle Diskussion, Flüchtlinge als Pflegekräfte einzusetzen, zum anderen um die Entlastung der Ärzte durch "Physician Assistants".

Außerdem haben wir wieder einige Neuerungen rund um apenio® im Gepäck. So bringt das Release 1.64 einen ganzen Schwung an Neuentwicklungen mit sich – von optischen Verbesserungen über neue Funktionalitäten bis hin zu einer zukunftsweisenden Technologie, die der Software zugrunde liegt.

Diese und weitere aktuelle Themen zu apenio sowie zur Pflege und Patientenversorgung haben wir im Newsletter für Sie zusammengestellt.

Weiterhin freuen wir uns immer über Feedback, Fragen oder Vorschläge zum Newsletter. Kontaktieren Sie uns einfach: marketing@atacama.de.

Sonnige Tage wünscht Ihnen

Ihr apenio® Team


Inhalt + + +

01. Physician Assistants gegen den Ärztemangel

02. apenio® Release 1.64: neue Patientenkontext-gesteuerte Technologie

03. Kommentar: Flüchtlinge für die Pflege?

04. Medikation mit apenio®

05. apenio® Anwendertreffen 2015

06. Aktuelle Publikationen

07. Termine



01. Physician Assistants gegen den Ärztemangel

Mit dem neu eingerichteten Studiengang "Physician Assistant B.Sc" unternimmt die Staatliche Studienakademie Plauen in Kooperation mit der Landesärztekammer einen weiteren Schritt, um dem strukturellen und demographischen Ärztemangel zu begegnen. In ganz Deutschland gibt es derzeit nur wenige Ausbildungsmöglichkeiten für diese Tätigkeit.

Wie die Ärztezeitung in ihrem Newsletter vom 20.07.2015 berichtete, ist das Ziel des Studiums "eine akademische Ausbildung auf einem Niveau zwischen den Qualifizierungsstufen Arzt und Pflegepersonal". Physician Assistants sollen vornehmlich in Kliniken zum Einsatz kommen und dort vor allem organisatorische und administrative Aufgaben, die Dokumentation und die Ausführung von Leistungen im Bereich Heilbehandlungen übernehmen.

Durch die Delegation von Aufgaben an Physician Assistants sollen die Ärzte sich wieder vermehrt ihren Hauptaufgaben, abseits von nicht-ärztlichen bzw. bürokratischen Tätigkeiten, widmen können. Gerade im Hinblick auf den Ärztemangel tragen Physician Assistants somit dazu bei, die medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Nähere Informationen finden Sie auch auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Physician Assistants e. V.

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02. apenio® Release 1.64: neue Patientenkontext-gesteuerte Technologie

Im Rahmen der permanenten Weiterentwicklung unserer Software haben wir in den letzten 18 Monaten außerhalb des regelmäßigen Releasezyklus intensiv an der technologischen, fachlichen und optischen Optimierung von apenio® gearbeitet.

Mit dem Release 1.64, dessen Auslieferung für das vierte Quartal dieses Jahres geplant ist, geben wir unseren Kunden neben der überarbeiteten Benutzeroberfläche auch eine zukunftsweisende Technologie mit neuen Funktionalitäten an die Hand.

Das apenio® Quick Planning, mit dem im Hintergrund arbeitenden semantischen Netz, unterstützt die Pflegeplanung und -dokumentation mit der Verknüpfung von relevanten Ausprägungen, Ursachen und Interventionen. Unter Einbindung der Pflegefachsprache apenio® präsentieren wir mit dem Quick Planning einen niedrigschwelligen, assistierten Einstieg in die Planung von pflegerischen Interventionen und in die digitale Pflegeplanung, bei dem die Komplexität der Patientendokumentation in den Hintergrund tritt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Dokumentationssystemen werden Regeln in apenio® nicht mehr ausschließlich fest programmiert. Das semantische Netz kann aus Erfahrungen lernen und sein unterstützendes Verhalten selbstständig an die Datengrundlagen einer Einrichtung und die individuellen Patientengegebenheiten anpassen. Dies ermöglicht unter anderem, dass in Abhängigkeit vom Patienten- und Pflegekontext – etwa der Tageszeit, dem Geschlecht des Patienten, den Diagnosen und der bisherigen Verlaufsdokumentation, passgenaue Vorschläge für Pflege-Interventionen zur Entscheidungsunterstützung angeboten werden.

Insbesondere unter dem Aspekt der Entbürokratisierung im Bereich der Langzeitpflege und der Vereinfachung der Pflegedokumentation bietet die neue Patientenkontext-gesteuerte apenio® Technologie vielfältige Vorteile.

Sie möchten sich die Neuerungen "live" ansehen? Sprechen Sie uns an unter 0421 / 223 010 oder vertrieb@atacama.de!

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03. Kommentar: Flüchtlinge für die Pflege?

Karen Güttler (atacama Software GmbH)Kommentar von Karen Güttler (Dipl. Berufspäd. PfleWi, Leitung Content-Entwicklung apenio®):

Die deutsche Bevölkerung schrumpft und altert. Dies hat insbesondere für die Pflegebranche Folgen. Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, die Zahl der beruflichen Pflegenden sinkt, während ihr Altersdurchschnitt gleichzeitig steigt.

Dieser Umstand und die Tatsache, dass zur Zeit viele Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen werden, führten wohl zu dem Vorschlag von Helmut Walter Rüeck (Vorsitzender der „Enquetekommission Pflege“), den Personalmangel in der Pflege mit Hilfe der Flüchtlinge zu bekämpfen, denn, so Rüeck, „ …auch in den Herkunftsländern der Flüchtlinge findet Pflege statt.“ Voraussetzung sei, das die Flüchtlinge genügend Sprachkenntnisse erwerben, um sich mit den Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen und den weiteren Berufsgruppen des Gesundheitswesens zu verständigen. (s. Care konkret 2015; 28:1)

Ist das wirklich die Lösung des Problems?
Die Debatte, wie der drohende Kollaps in der Pflege bekämpft werden kann, taucht in regelmäßigen Abständen immer wieder auf. Vor fünf Jahren ging es darum, Langzeitarbeitslose für die Betreuung von Demenzkranken einzusetzen, heute sind es die Flüchtlinge für die Pflege. Der Pflegeberuf ist aber kein Sammelbecken für Gruppen mit unterschiedlichsten Problematiken.

Im Gegenteil: Pflege ist ein sehr anspruchsvoller Beruf, für den es eine umfassende Ausbildungsverordnung gibt. Zudem werden in Pflegeberufen Tätige wie in kaum einem anderen Feld hautnah mit menschlichen Schicksalen konfrontiert. Das heißt, neben den formellen Voraussetzungen gibt es auch persönliche Eigenschaften, die eine Pflegeperson mitbringen sollte: Interesse am Menschen, Toleranz, Verschwiegenheit, Belastbarkeit – um nur einige zu nennen. Ist also Rüecks Einschätzung, dass lediglich ein Spracherwerb notwendig ist, ausreichend? Eher nicht, denn neben dem Erwerb der deutschen Sprache, der für die Arbeit in einem Pflegeberuf unabdingbar ist, gibt es also eine Reihe weiterer wichtiger Voraussetzungen, die jede Pflegekraft – unabhängig von ihrem Herkunftsland – erfüllen muss.

Flüchtlinge sollten zudem, und das halte ich für genauso unabdingbar, in der Pflege arbeiten wollen und nicht dort hineingepresst werden. Es ist zu bedenken, dass die Flüchtlinge häufig einen gefährlichen und langen Weg hinter sich haben und zum Teil stark traumatisiert sind. Ob die professionelle Pflege mit ihren häufig psychisch belastenden Situationen selbst für ausreichend qualifizierte Flüchtlinge der richtige Beruf ist, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Wenn diese Punkte bedacht werden kann es dennoch durchaus eine lohnenswerte Idee sein, qualifizierten Flüchtlingen den Pflegeberuf anzubieten, um so dem Pflegekräftemangel zu begegnen.

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04. Medikation mit apenio®

Die Gewährleistung der Arzneimitteltherapiesicherheit nimmt derzeit bei vielen Kliniken eine hohe Priorität ein. Wie kann ein reibungsloser Ablauf von der Verordnung bis zur Verabreichung garantiert werden? Welches System ist fachlich am fundiertesten? Welches erfüllt die individuellen Bedürfnisse bei der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit am besten? Wie funktioniert die Einbindung in bestehende Strukturen?

Um für jede Einrichtung die bestmögliche Lösung zu bieten, bestehen in apenio® verschiedene Möglichkeiten, ein Modul zur Medikation einzubinden:

Variante 1: Nutzung des apenio® Basismoduls „Medikation“, inkl. der Integration von hauseigenen Katalogen

Variante 2: Tiefe Integration von Expertensystemen in apenio®, wie z. B. die Software AiDKlinik der Dosing GmbH, oder die Anbindung von Expertensystemen wie ID DIACOS® PHARMA

Variante 3: Integration im Rahmen einer KIS-Kooperation (sofern das Expertensystem bereits im KIS integriert ist), z. B. mit der i-Solutions Health GmbH (Medikationsmodul mit Gelber Liste der MMI GmbH)

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Webseite unter "Medikation" sowie im Datenblatt "apenio® Medikation".

Gerne beraten wir Sie auch persönlich bei der Entscheidung, welche Lösung für Sie die richtige ist. Rufen Sie uns einfach an unter 0421 / 223 010 oder schreiben Sie uns unter vertrieb@atacama.de!

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05. apenio® Anwendertreffen 2015

Das jährliche Anwendertreffen ist ein Forum des Austausches zwischen der atacama | Software GmbH und unseren Kunden. Den Auftakt begehen wir in diesem Jahr bereits am Vorabend mit einem gemütlichen Abendessen - die Gelegenheit für Austausch und gute Gespräche! Ganz im Zeichen des Dialogs werden wir dann am 7. Oktober einen Tag lang aktuell relevante Themen rund um apenio® beleuchten.

In diesem Jahr geht es dabei insbesondere um die Vorstellung der neuen semantischen Technologie in apenio®. Außerdem wird es ausführliche Informationen zur digitalen Visite und den gezielten Patientenscreenings, die über die Software möglich sind, geben. (s. Sondernewsletter zur conhIT 2015)

Darüber hinaus wird es selbstverständlich viel Raum für Fragestellungen und Diskussionspunkte aus der Praxis geben.

Erstmalig findet das Anwendertreffen in unseren neuen Büroräumen in der Universitätsallee 15 in Bremen statt. Die detaillierte Agenda zum apenio® Anwendertreffen 2015 können Sie hier einsehen und herunterladen.

Wir freuen uns auf einen interessanten Tag und regen Austausch!

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06. Aktuelle Publikationen

Anwenderbericht: Vom Pflegeinformations- zum interdisziplinären Dokumentationssystem
Die Frage, wie Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) im komplexen Pflegealltag gewährleistet werden kann, beschäftigt derzeit viele Pflegeeinrichtungen. Im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe begegnet man den Herausforderungen, die sich aus dieser Frage ergeben, mit der Digitalisierung der Patientendokumentation und damit der Abkehr von der papierbasierten Patientenakte.
Anwenderbericht herunterladen

Was andere über uns schreiben, können Sie übrigens immer aktuell in unserem Pressespiegel nachlesen.

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07. Termine

Treffen Sie uns hier:

28.-29.09.2015 / Hall in Tirol (AT)
ENI Kongress
Besuchen Sie unseren Ausstellungsstand und unseren Vortrag im Rahmen der Documenation Challenge am 28.09.2015 um 14:35 Uhr!

07.10.2015 / Bremen
apenio® Anwendertreffen

17.11.2015 / Kassel
6. PKMS-Jahrestagung

26.11.2015 / Weingarten
Tagung Medikamentenmanagement

Wenn Sie auf einer dieser Veranstaltungen einen Termin mit uns vereinbaren möchten, kontaktieren Sie uns einfach unter info@atacama.de. Wir freuen uns, Sie zu treffen!

Webinare

Für unsere Kunden bieten wir regelmäßig Webinare zu aktuellen Themen an. Bei Interesse hieran wenden Sie sich einfach an Jochen Schwanekamp (Anwendungsberatung und Projektmanagement) unter schwanekamp@atacama.de

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Kontaktieren Sie uns gerne unter marketing@atacama.de.


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28359 Bremen
Tel.: +49 (0)421 - 22 30 10
Fax: +49 (0)421 - 223 82 85
E-Mail: marketing@atacama.de
Web: http://www.atacama.de, http://www.apenio.de.
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Amtsgericht Bremen, HRB 18112

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